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De La Soul

»Art Official Intelligence: Mosaic Thump«

[Tommy Boy / East West / VÖ: 13.07.2001 ]

Text: Autor unbekannt

Maseo hat es angekündigt: HipHop soll wieder tanzbar, eine gesungene Hookline kein Sündenfall mehr sein und der Groove - ganz gleich, ob von Funk, Soul oder Calypso gespeist - soll beflügeln, animieren, das Blut in Wallungen versetzen. Anders ausgedrückt: HipHop soll wieder Körper werden und die engen Grenzen des urbanen Lebens sprengen. Wem es einmal vergönnt war, ein Konzert von Will A.M., Ap und Taboo a.k.a. Black Eyed Peas zu erleben, mag ermessen können, welch befreiende Kraft der Verknüpfung von Musik, Tanz und Wort innewohnt. Auf ihrem neuen Album “Bridging The Gap” gelang es der Multi-Kulti-Truppe aus L.A. über weite Strecken, den Vibe ihrer Live-Sets auf Vinyl/CD zu übertragen.

Eingerahmt von der stürmischen Saturday-Night-Hymne “Weekend” und der HipHop-Ode “Rap Song” à la Commons “I Used To Love H.E.R.”, zelebrieren die Peas mit hochkarätigen Gästen wie DJ Premier, Most Def, Wyclef und De La Soul ihre einzigartige Verschmelzung von Latin-Soul, Funk und HipHop. Als gemeinsames Credo der Trios aus L.A. und Long Island passt der von Dave West gesungene Refrain im Eröffnungsstück von De La Souls fünftem Album “Mosaic Thump”: “U can do whatever you want / whatever you like / cause it’s your own life”. Diese einfache Botschaft impliziert das HipHop-Gebot der Originalität, eine im heutigen gigantischen HipHop-Kosmos rar gewordene Tugend. “Mosaic Thump” ist von der ersten bis zur letzten Sekunde ein originäres HipHop-Album. Und zwar nicht nur deshalb, weil De La von club-kompatiblen Hits wie der schon brennenden Vorab-Single “OOOH” oder auch dem auf dem bekannten Lovin’ Spoonfull-Hit “Summer In The City” basierenden “Thru Ya’ City” bis hin zu militanten Old-School-Party-Tracks wie “Squat” und “You Don’t Wanna B.D.S.” eine breite Palette Songs anbieten, sondern vor allem deshalb, weil De La Soul es verstanden haben, “Mosaic Thump” als eine Art Kollektiv-Album zu konzipieren. Die Mitwirkenden hier aufzuzählen würde den Rezensionsrahmen sprengen. Zum Abschluss sei nur noch bemerkt: einen tieferen Einblick ins kreative Zentrum von HipHop als hier wird man so schnell nicht wieder erhalten.



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