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Gramm

»Personal Rock«

[Source / EFA / VÖ: 28.01.2000 ]

Text: Autor unbekannt

Stimmig, in sich und überhaupt. Ja, das ist Gramm. Fängt schon beim Namen an, der natürlich auf die unendliche Leichtigkeit, das dezente Wesen, die reduzierte Ausdrucksform anspielt. Jan Jelinek, der uns auch schon das Farben-Projekt (auf Klang Elektronik) schenkte, weiß die Minimal-Gemeinde zu stimulieren. Zwischen scheinbar beliebigen Knarzgeräuschen und HiHat-Look-alikes schaut flüchtig und dennoch eindringlich der Groove vorbei. Gramm legt es nicht auf eine nachhaltige Wirkung an – wobei “Personal Rock” genau diese erzielt, indem er einen reinigenden Prozeß auslöst -, sondern arbeitet sich momentbezogen an jeder einzelnen Sekunde ab.

Linearität im Sinne von Fortbewegung innerhalb der Musik spielt trotz eines natürlich vorhandenen Zeitprozesses (schließlich steht die Zeit nie still) keine Rolle: was zählt, ist der Moment. Jeder für sich so eindringlich und raumfüllend, daß man die Welt anhalten möchte, um im quasi bewegungsleeren Raum (ich denke da an die Sicherheitszone im Museum, wo man sich an klar definierten Lichtsäulen vorbeischlängeln muß) die Kraft des einzelnen Tones zu erforschen, die Wirkung dieser additiven Sekundenmusik so richtig zu erfahren. Jelinek nimmt für die stetig wachsende Fraktion der Minimalraumforscher die Funktion des Physikers ein.



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