Graham Coxon
»The Golden D«
[EMI / VÖ: 08.06.2000 ]
Text: Autor unbekannt
Blur, ja, Blur, die einst ziemlich clevere Pop-Musik machten, aber so furchtbar unter ihrem Middle-class-Background litten, daß sie Privatstunden in Cockney-Aussprache nahmen; die ihren Bartwuchs nicht mehr allmorgendlich zu zähmen suchten, weil das wäre total angepaßt und irgendwie gar nicht mit dem unter seiner Genialität wie unter einem Fluch leidenden wirrhaarigen Künstler, von dem man so manches las, vereinbar gewesen; die schließlich sogar Can-Platten kauften und Gospelchöre anheuerten und sich mit Schatten unter den Augen auf grobkörnigen Photos abbilden ließen, nur damit ihnen abgenommen werden konnte, daß sie es ernst meinen. Herr Coxon ist einer von ihnen, die Gitarre bedienend, und scheint hier den Testikelvorhandenheitsbeweis mit einer Gewalt antreten zu wollen, die brachial zu nennen ich nicht zögere.
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