Sigur Rós
»Ny Batteri«
[Fat Cat / EFA / VÖ: 17.02.2006 ]
Text: Autor unbekannt
Ein Bild: Eingefroren, eingeschlossen sein unter der Eisdecke eines winterlichen Gebirgssees, im eiskalten Wasser gleichzeitig ersticken und erfrieren müssen und in den letzten Momenten noch halbwegs klaren Bewußtseins von unten durchs Eis die Schönheit der Sonne blitzen sehen, beide Handflächen, mit diesen danach greifen wollend, festgepreßt an die Unterseite des Eises. Eine Platte: „Ny Batterí“. Keine Platte - ein Tempel! Das Licht bricht sich im Eis. Die Schönheit sei des Schrecklichen Anfang, schrieb Rilke, und Sigur Rós aus Island verlagern das gemeinsame denkbare Koordinatennetz von Mogwai, Godspeed You Black Emperor!, Talk Talk, David Sylvian („Brilliant Trees“), Rain Tree Crow, Björk und Wagner in ein sakrales Pleistozän, um dort, mit einem warmen Herzen inmitten des musikalischen Gletscherblaus, das elegische Zelebrieren des Miteinanders von Wehmut, Schmerz und Schönheit zu verorten.
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