BEWERTEN
 

Jerry Joseph

»Everything Was Beautiful«

[ulfTone / Edel Contraire / VÖ: 20.03.2000 ]

Text: Autor unbekannt

Jerry Joseph ist einer jener professionellen Außenseiter, von denen es in der US-Musikszene geradezu wimmelt. Irgendwo in der Bio heißt es, er sei der ewige \"special guest\" - was meint, daß er bei Musikantenkollegen beliebt und beim Publikum weitestgehend unbekannt ist. Immerhin spielte Joseph jahrelang bei der weißen Reggae-Band Little Women und anschließend in der eigenen namens Jackmormons. Jetzt legt er mit dem von Pete Droge produzierten Werk \"Everything\" ein solides Roots-Rock-Album vor. Dafür, daß der Mann sein halbes Leben mit Drogen und einer instabilen Psyche zu kämpfen hatte, klingt das Album recht relaxed und abgeklärt.

In den Fußstapfen großer Vorreiter des Genres liefert Joseph einen angenehm ausgereiften Cocktail von \"No depression\"-Songs, die sowohl in Richtung Rock tendieren wie auch ansatzweise Pop-Appeal besitzen - ohne jedoch in irgendwelche Mainstream-Traps abzudriften. Josephs sonore Stimme ist es, die der Sache Halt gibt, und seine autobiographisch gefärbten Texte verleihen Glaubwürdigkeit. Was, ja, was will man mehr?



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