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The Jellyfish Kiss

»Lingo Lounge«

[Make Up / RecRec / EFA / VÖ: 02.05.2000 ]

Text: Autor unbekannt

Andrea Caprez, der üblicherweise damit beschäftigt ist, üppige Tuschezeichnungen für die Schweizer Sonntagszeitung anzufertigen, hat mit seinem Kumpel Christoph Schuler wieder mal eine Platte aufgenommen. Auf \"Lingo Lounge\" zelebrieren die beiden, unterstützt von zahlreichen Mitmusikanten, eine hierzulande nur in Berlin - dort aber geballt - erfahrbare Old-School-Hardcore-Romantisierung von Barkultur, daß es nur so eine Art hat. Art. Womit wir beim nächsten Thema wären, denn Kunst wird hier großgeschrieben. Das aufwendige 40-seitige Booklet mit sehr hübschen Zeichnungen ergibt ein 360-Grad-Gemälde der fiktiven \"Lingo Lounge\". Was auf der optischen Ebene gelingt, nämlich aus der Vielfalt der Geschichten ein buntes homogenes Bild zu kreieren, ist auf der textlich-musikalischen Ebene eine zwiespältige Angelegenheit: Lauten die Eckdaten Kurt Weill + Tom Waits + René Aubry + virtuoses Muckertum, funktioniert das Ganze wunderbar, kommen jedoch vermeintlich \"moderne\" Elemente (wow: Programming und so) hinzu, klingt det Jemisch verdammt nach achtziger Jahren.

Und das will man doch eigentlich nicht. Dem puristischen Ansatz früherer Alben, so hört man, trauern besonders die Schweizer Fans nach. So do I. Kritik vorbei.



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