BEWERTEN
 

Sleater Kinney

»All Hands On The Bad One«

[Matador / Zomba / VÖ: 08.01.2004 ]

Text: Autor unbekannt

Anläßlich der letzten Scheibe, 'The Hot Rock', verneinte Drummerin Janet Weiss noch vehement die Vermutung, es könne sich hierbei um eine Übergangs-Scheibe handeln. Daß dem so war, zeigt 'All Hands' nun ganz eindeutig. Denn was tut eine Band, was bleibt einer Band, die sich eine sehr enge Nische im Rockbiz ausgesucht hat? Sie entwickelt sich weiter, irgendwann beengt die geilste Nische. Nachdem Sleater-Kinney auf ihren bisherigen vier Scheiben alle Varianten des hochenergetischen Power-Riff-Rock mit Sirenengesang und treibender Motorik ausgereizt haben, gibt es auf 'All Hands' nun so was wie eine Pop-Wiedergeburt. Das Interessante hierbei: Corin, Carrie und Janet konnten sämtliche ihrer Charakteristika in ein neues Gefilde herüberretten, ohne sich irgendwie anzubiedern und auszubluten.

Noch immer sitzen die Tracks von Sleater-Kinney quer, immer noch reiben sich die Gitarrenkaskaden aneinander, weiter ist Janet ein rumpelndes Powerhouse, weiter und weiter klingt Corin wie eine liebeskranke Sirene. Nur: diesmal sind die Melodien reichhaltiger, die Songs komplexer, die Arrangements (besonders die Vocals) zugänglicher, und Tempo wird gerne und oft variiert. 'All Hands', nageln Sie mich fest, ist Sleater-Kinneys bisheriges Meisterstück.



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