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Hobotalk

»Beauty In Madness«

[Hut / Virgin / VÖ: 08.05.2000 ]

Text: Autor unbekannt

Hobotalk: ein Name, der unweigerlich (endliche) Weiten suggeriert, Staub, Hitch-hiking in sengender Sonne, Fahrten in Güterzugwaggons, akustische Gitarren, Leute treffen, trinken, rauchen - und Geschichten erzählen. Ein Roadmovie. Falls der Hobo von Hobotalk, hier Marc Pilley, sich selbst als solcher darin sieht, dann aus einer Position, die so weit entfernt ist vom Erlebten und Erlittenen, daß es zu reiner Fiktion geworden ist. \"I've Seen Some Things\" singt er und zieht, in der ganzen überwältigend pathetischen Bescheidenheit dieses Satzes, so geläutert und wohnzimmertauglich vom balladesken Leder, daß es James Taylor ganz blaß hinterließe, wäre der's nicht schon.

Und wie Taylors Alben ist auch dieses in seiner musikalischen Ausführung praktisch unanfechtbar. Die vier Schotten spielen ordentlich, die Arrangements als solche sind ausgezeichnet, die Songs wären gut, wären sie ehrlich und gäben wirklich etwas preis statt dieses unheilvollen Eia-Popeia-Moments, das einfache, tiefe Traurigkeit gern wie Unzurechnungsfähigkeit behandelt und dem Betreffenden noch den Rest gibt, ganz lieb. Okely-dokely?



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