BEWERTEN
 

Michael Penn

»MP4 (Days Since A Lost Time Accident)«

[57 Records / Epic / Sony / VÖ: 01.02.2000 ]

Text: Autor unbekannt

Es war im Jahr des Mauerfalls, da rettete mich das famose Werk \"March\" - Penns Debütalbum - aus so manch trüber Herbststimmung. Es vereinigte gekonnt die Eigenheiten britischen und US-amerikanischen Songschreibens, war an den richtigen Stellen straight und an den richtigen Stellen verschroben und bescherte seinem Schöpfer zumindest den Respekt der schreibenden und College-Radio-goutierenden Landsleute. Europa indes zeigte sich reserviert. Tja Europa, selbst schuld. Es folgten 1992 und 1997 mit \"Free-For-All\" und \"Resigned\" eher durchwachsene Alben, immerhin mit der Nebenwirkung, daß Penn bei Sheryl Crow vorprogrammieren durfte. Nun ist der Bruder von Sean (Dead Man Walking) mit einem neuen Album zurück.

Nicht nur in puncto Homogenität kann \"MP4\" an den Erstling anknüpfen, auch die stilistischen Bezüge bleiben dieselben: Wer die Beatles, Tom Petty (dies gilt hinsichtlich der Musik), Randy Newman und Bob Dylan (genau: Text) im Wappen führt, gehört ganz sicher nicht zu den Falschen. Manchmal aber schrammt der Künstler wirklich nur knapp am Beatles-Plagiat vorbei (etwa im Strophenteil von \"Perfect Candidate\"), und man wünschte sich mehr Eigenanteil Penn. Unterm Strich: Die Rückkehr eines talentierten Songschreibers, der den Masterplan in der Tasche, sein Meisterstück aber noch vor sich hat.



Artikel kommentieren
 
  • Mehr Infos

  •  
  • Diese User besitzen die Platte

  •  
 
 

Social Network Login




Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
 
 
  • WEITERE PLATTEN

  •  
 
  • ÄHNLICHE PLATTEN

  •  
 
Anzeige
 

Platten in einem Satz

Platten in einem Satz

Neu bei Intro: Plattenkritiken in SMS-Länge! Die besten "Oneliner" gibt's hier.