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Speedy Jay

»A Shocking Hobby«

[Novamute / Connected]

Text: Autor unbekannt

Wen \"Ieee Mitten Menue\" im letzten Jahr noch nicht genug abgeschreckt hat, dem offeriert Jochem Paap nun erneut die Gelegenheit zur Flucht. \"A Shocking Hobby\" präsentiert die brillant klaren und digitalisierten Hirnstrom-Entladungen des Rotterdamers. Neurologen würden hier wohl interessante Entdeckungen machen können. Dem einfachen Hörer aber offenbart sich ein erneutes Werk zwischen Genie und Wahnsinn, in der Ecke kauernd inmitten von Tragik und einem weltentrückten markerschütternden Grinsen. Schon beim ersten Kontakt, bisher einzig auf das schlichte Pappcover reduziert, schießen Vorahnungen wie stechende Blitze hervor. In Cunningham'scher Manier fotografiert, starrt ein Satan empor, und wer bisher die Existenz des Bösen verneint hat, wird hier schon eines \"Besseren\" belehrt.

Ebenso abgrundtief und glutrot muß von dort der Weg weiter beschritten werden, denn wer bis hierher gekommen ist, den entläßt Jochem Paap nicht, ohne den Blick ins Innere in voller Gänze durchlaufen zu haben. Rauchen, Krachen, Kreischen, 303, Lärm, Ekstase. \"A Shocking Hobby\" läuft über vor Gefühl, wenn wohl auch nur von den unangenehmsten.



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aus Intro #73 (April 2000)
 
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