BEWERTEN
 

Nina Hagen

»The Return Of The Mother«

[Orbit / Virgin / Emi / VÖ: 14.02.2000 ]

Text: Autor unbekannt

Es ist nun wirklich ein Wunder geschehen, sie ist wieder da - the return of the mother. Erwartet oder nicht, was spielt das noch für eine Rolle? Gewaltig, laut, prachtvoll und bombastisch erscheint sie, eine zusammenfassende Vokabel gibt unser Wortschatz nicht her. She's just as great as she used to be, that fits. Unverändert bleibt Frau Hagens Neigung zur Sprachvermischung, unverändert auch ihr \"Scheißegal\" auf Stiltreue und musikalische Konformität. Alles hat Platz, alles darf sein, solange es von ihr kommt. Sie zeigt mit spitzem Finger auf die dunklen Stellen des Menschseins und hebt denselben mitunter betont moralisierend empor. Nina darf das, als erfahrene Mutter und künstlerische Revolutionärin.

Auch ihren Rückzug auf die Einheit von Geist und Seele behält sie nicht für sich, sie teilt alles (mit) und zelebriert angemessen mit \"He Shiva Shankara\". Als Co-Produzent tritt niemand anders als der Spliff-Genialissimo und Freund aus alten Berliner Tagen, Reinhold Heil, auf den Plan. Drei Jahre Studioarbeit vergingen, in denen das perfekt eingespielte Hagen-Team ein gelungenes Comeback organisierte. Das Ergebnis ist schon überwältigend, und selbst an den vorzeitig abgesprungenen Seelenverwandten Falco hat sie gedacht und ihm eine besondere Nummer gewidmet. Fazit: Nichts ausgelassen, nichts unterlassen. Thank you, Nina.



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