BEWERTEN
 

Phillip Boa & The Voodooclub

»My Private War«

[RCA / BMG / VÖ: 31.01.2000 ]

Text: Autor unbekannt

Schon der Blick auf das schwarzweiße Cover deutet an, woran das Album leidet: an Lustlosigkeit. Der Künstler hängt im Nadelstreifenanzug auf dem Bett. Vor ihm liegt eine Tageszeitung, seine Augen sind jedoch geschlossen. Phillip Boa wendet den Blick ab, er ist müde geworden. Draußen ist noch immer feindlich, und daran wird sich wohl auch nichts ändern. Boa ist auf sich allein geworfen, er kämpft einen einsamen Kampf. Don Quichotte de la Malta. Aber so kann man keinen Diskurs führen, und wirklich unterhaltsam ist es auch nicht. Eben das ist schade. Denn inzwischen hatte sich eine Kontinuität eingestellt, mit der die Fans gut leben konnten. Langweilig wurde es bislang nie.

Jetzt aber hat er Label und Graphiker gewechselt, der Voodooclub wurde neu formiert, und statt Pia Lund darf Alison Galea (ansonsten Beangrowers) mitsingen. Leider bleibt es bei dünnem Hintergrundgesang. Überhaupt mag keiner der Songs so recht im Ohr haften bleiben. Obgleich alle Elemente des typischen Boa-Sounds zusammengehen, an Knallern mangelt es. So bleibt die Vorfreude auf die anstehende Tour. Nicht etwa wegen alter Hits, sondern einfach, weil der alte Held sein Publikum live noch nie enttäuscht hat. Übrigens handelt es sich hier um eine der ersten kopiergeschützten und nicht am PC abspielbaren CDs. Angeblich. Laut Warnung auf dem Cover.



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