BEWERTEN
 

Dr Dre

»Chronic 2001«

[Aftermath / Interscope / Motor]

Text: Autor unbekannt

Dieser neue minimale Bombast, der seit Busta Rhymes, Timbaland und nicht zuletzt Missy Elliot in die Black Music Einzug gehalten hat, wird durch Dre konsequent bestätigt. Sounds, die, leise gehört, wie aus einem alten „Casio'-Keyboard, ab einer gewissen Lautstärke aber beeindruckend mächtig klingen und bis ins Kleinste fest verschraubt und genauestens justiert sind, lassen die millionenschweren Studios spürbar werden. Zwar sind Dres Beats und Loops wesentlich relaxter als die von z. B. Swizz und schleppen lieber ein bißchen, als vorschnell zu stolpern, klingen aber beide synthetisch, was ja auch schon bei seiner Arbeit für Eminem anklang. Wer im übrigen meint, Dre habe Klischees nicht mehr nötig, sieht sich hier von kriminellen, dauerbreiten Dealern und dem cruisenden Player mit sieben Bunnies schnell eines Schlechteren belehrt; je nachdem, wer gerade am Mikro steht, durchaus auch mal als Ironie zu verstehen.

Und da gibt es nicht wenige qualitative Unterschiede: während Dre, Eminem und Xzibit vor allen Dingen bei „What’s The Difference' in den Reimhimalaya aufsteigen, sind Snoop Dogg und Eddie Griffin einfach nur anstrengend. Fazit: zwei Drittel zum Cruisen oder Totlachen, der Rest - zum Auslachen.



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