Madness
»Wonderful«
[Virgin / EMI / VÖ: 29.10.1999 ]
Text: Autor unbekannt
Das hier könnte ein Veteranentreffen sein, das damit anfängt, daß Elvis Costello vor gut 15 Jahren mal sagte, daß sich in 20 Jahren fast niemand mehr an andere englische Popgruppen als die Beatles, The Jam und Madness würde erinnern können, und damit aufhört, daß Madness ihre neue Platte Ian Dury, unverwechselbar Gastvokalist auf einem Stück, widmet. Dazwischen ihr neues Album, das alles, und zwar ganz und gar alles, was man von einer Madness-Platte erwarten kann, erfüllt. Reihen von halbaufgelösten Harmonien, ein Tropfen klimperndes Klavier, Streicher, kleiner Bläsersatz mit Sax, Ska- und Vaudeville-Reste, um die sattelfeste, Grund legende Gitarre/Baß/Schlagzeug-Einheit herumproduziert (Cliver Langer und Alan Winstanley), und dieser überall lauernde, scheußlich wissende Humor, dem man sich – mal ehrlich - nicht wirklich entziehen will wie auch dieser überall lauernden, scheußlich angebitterten Sorte Humor nicht, in deren Nähe man sich – mal ehrlich – doch nicht nur deshalb ganz gern mal aufhält, weil er der Schlüssel zu dieser ganz besonderen „Mood Madness' ist, die immer offen davon spricht, daß Offensichtlichkeit nicht existiert.
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