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Misfits

»Famous Monsters«

[Roadrunner / Connected / VÖ: 02.03.2007 ]

Text: Autor unbekannt

Natürlich klingen die alten Misfits-Platten nach Scheiße, hört man sie von einem Mucker-Standpunkt aus. Und sicher hatte auch Rick Rubin nicht ganz unrecht, als er sagte, die Stimme von Glenn Danzig habe sich auf den dünnen Gitarrenbrettern der alten Misfits-Platten nicht richtig entfalten können, weshalb er ihm seinerseits feiste Bluesrock-Äxte unterjubelte. Die Annahme, es sei eine sonderlich gute Idee, auf den ökonomischen Möglichkeiten, die sich aus dem „Legende'-Status herausschlagen lassen, die alte Platte noch mal zu putzen, noch mal ganz von vorn anzufangen, ein neues Leben zu beginnen, wovon die Misfits als Freunde gepflegten Horrors natürlich einiges wissen müßten, geht indes fehl.

Die 'Famous Monsters' sind leider die Misfits selbst: Wiedergänger einer glorreichen Vergangenheit. Elegant wie 'King Kong At The Gates' (Opener) stolpern sie an der Hand des Produzenten Daniel Rey einigermaßen hilflos durch die Welt neuzeitlicher Produktionsmethoden. Zwischen gruseligem Speedmetal (oder was immer das sonst sein könnte) und dem erwartungsgemäß einfältigen Punkrock mit Ohohoh-Chören schaffen sie immerhin noch einige wenige überraschend charmante Hits wie 'Saturday Night'. Von den Toten nichts, wenn nicht Gutes, heißte es; aber diese haben es nicht anders gewollt. Demnächst gibt es die Misfits als Actionfiguren. Kein Witz.



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