BEWERTEN
 

Thomas Meinecke

»Holz«

[Suhrkamp Verlag, 109 Seiten, DM 12,80]

Text: Autor unbekannt

Ein Literat kommt nach Berlin, um über die Stadt zu schreiben, beschließt jedoch statt dessen, den Bürgermeister zu erschießen - und zwar als Beweis seiner Liebe zu einer aus der DDR geflüchteten Lesbe ... Wer nichts übrig hat für Sätze, die dem klassischen Schema Subjekt-Prädikat-Objekt folgen, mag Gefallen finden an den mächtigen Wortkaskaden, die häufig in die Orientierungslosigkeit führen. Streckenweise sind die in Meineckes Erstlingswerk verewigten komplizierten und weitschweifigen Gedankengänge eines Studenten ein wenig spannungslos, wer sich aber nach dem alten Berlin und dem antifaschistischen Schutzwall zurücksehnt, wird in vergangenen Zeiten schwelgen können ...

'Holz' erschien erstmalig 1988 bei 'Kiepenheuer und Witsch'.



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aus Intro #67 (September 1999)
 
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