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Santana

»Supernatural«

[Arista / BMG / VÖ: 14.06.1999 ]

Text: Autor unbekannt
[6 Kommentare]

Neulich irgendwo im Fernsehen: Sendeminuten mußten vollgemacht werden. Zum Glück gab’s da ja noch diesen Santana-Mitschnitt. So was dauert, da kann die Sende-Abwicklung erst mal ein paar Kannen Kaffee trinken gehen. Zu sehen gab es eine exquisite Live-Band im Los Lobos-Format, Groove war ihr zweiter Vorname, den Flow mit Löffeln gefressen und Scherze. Es hätte also richtig schön werden können. Doch da war ja noch dieser Santana. Geschmacklos wie eh und je, rotzte dieser allerlei honigsüßen Gitarrenschleim aus dem Hals seiner Les Paul, auf daß jede noch so schön gedachte Passage seiner Mitmusikanten bitterlich daran erstickte.

Die hohe Kunst des Zuhörens war seine Sache noch nie. Nun also mal wieder auf Platte. Sicher, wenn Santana die Gelegenheit hat, sich sein Geklampfe noch mal in aller Ruhe im Kontrollraum anzuhören, und sich nicht mehr auf den Moment und seine vorgebliche Magie herausreden kann, nimmt er eine ganze Menge von seinem Gedudel zurück. Immerhin. So wirkt „Supernatural' zumindest hochprofessionell. Chester Thompson, Gregg Bissonette und ähnlich hochausgebildetes Volk (Überraschung: die Dust Brothers) wissen den Latino-Kram solide herunterzuspulen. Da macht es schon fast gar nichts mehr, wenn im Verlauf der Platte leider auch noch Eric Clapton den gitarristischen Mumpitz komplettieren muß. Schließlich hat Santana bis dahin schon so manches Gepfriemel verbrochen, so daß bis dahin wirklich alles egal ist. Zum Beispiel das Mittun von Cee-Lo und Lauryn Hill, die „Do You Like The Way' nicht nur singt, sondern auch gleich geschrieben hat. Oder Dave Matthews. Schnurz. Würden all diese Leute, auch Santana, den Gipsy Kings bei einer ihrer Platten behilflich sein, wäre das bemerkenswert, auch wenn das Ergebnis ungefähr das gleiche wäre. Aber so ...



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  • meister_hase 12.10.2002 | 20:30:02

    Wenn man sich sich Boris Fusts Kritik durchliesst, scheint man den Eindruck zu bekommen, Boris hätte 'nen schlechten Tag gehabt und müsste sich den Frust von der Seele schreiben (sein Nachname ist Programm!).
    Ansonsten kann zu soviel Geseiere nur gesagt werden: "Boris, alter Junge, steig in die Gruft zurück, aus der Du gekommen bist und mach den Deckel für immer zu!"
    PS. Nur eins zum Lernen, bevor du in deiner Gruft verschwindest, Carlos spielt heutzutage nicht mehr auf Gitarren von Les Gibson (Wie in den 70'gern), sondern Paul Reed Smith.
    Boris, alter Vamp, Plattenrezensionen ist nichts für Jedermann.

  • User: Daniel Decker
  • Daniel Decker 12.10.2002 | 20:46:08

    fust hat doch nie geschrieben, dass er immernoch les paul spielt???! das war doch eher rückblickend... naja, egal.

  • schunkel 13.10.2002 | 21:35:23

    Der Fust soll mal wieder auf Rammstein schimpfen. Das war super.

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