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ARSONISTS

»As The World Burns«

[Matador / RTD / VÖ: 08.01.2004 ]

Text: Autor unbekannt

HipHop nach dem Fall des Major-dominierten Kommerz-Kartells. Bereits das letzte Jahr brachte reichlich neue Acts auf den Plan, die ihr Publikum auch abseits eingeschworener Communities fanden. X-Ecutioners, Jurassic Five oder der aufsehenerregende „Lyricist Lounge'-Sampler vom derzeit mächtig gefeatureten „Rawkus'-Label. Auch die 1993 als Brooklyner Crew gegründeten Arsonists beziehen sich auf die Werte der Old-School, die heilige Vierheit von Rapping, Breaking, DJing und Graffiti, und legen auch sonst Wert darauf, nicht mit den übrigen geldgeilen Gangstern in einen Topf geworfen zu werden. Besonders interessant in dieser Hinsicht ist sicher auch die Wahl des eigentlich auf ein Indie-Publikum spezialisierten „Matador'-Labels, das allerdings zuletzt schon mit dem Signing von Khan seine Spannweite vergrößerte.

Jetzt wollen also auch Freestyle, Q-Unique, Jise One, Swel und D-Stroy von der allgegenwärtigen HipHop-Renaissance profitieren, und die Fundamente dafür sind stark. Die vier Puertoricaner nebst Kollege aus Panama reimen auf feiste Beats, die ohne Ballast den Kopf nicken machen. „As The World Burns' entwickelt sich bald zu einem ansehnlichen Freudenfeuer. Solches brennt bereits für DJ Spinna, einen der ganz großen Kreativitätsverwalter von „Rawkus', dem wahre Wundertaten zugeschrieben werden. Auf „Heavy Beats' jagen sich Ideen pro Minute, reihen sich Hits aneinander und reichen sich die talentiertesten MCs der Stunde das Mikrophon. Neben Eminem und „Rawkus’' heimlichem Star Talib Kweli von Black Star sorgen Apani B Fly Emcee, Missin’ Linx, Joc Max und Thurstin Howl III für sattesten Rap-Flow über den unglaublichen Sample&Scratch-Kreationen Spinnas. Besonders das Duo Apani B Fly Emcee und Talib Kweli landet dabei mit „Time Zone' einen echten Monstertrack. Und die Single „Rock' dürfte sich auch im BigBeat-Umfeld ganz wohl fühlen. Tracks, für sich allein genommen schon so mächtig, daß man sich nur noch zurücklehnen und die Finger lecken möchte. In sich ruhende, vor sich hin rollende Downtempo-Hymnen. Funky, extrem roh, aber juicy sowieso. Überzeugt auch angehende HipHop-Azubis von der Größe dieser Musik.



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