BEWERTEN
 

JOHN DEE GRAHAM

»Summerland«

[Glitterhouse / TIS]

Text: Autor unbekannt

John Dee Graham ist ein langgedienter Fußsoldat aus der zweiten Reihe. Jahraus, jahrein waren er und sein Baßspiel der pulsierende Motor von Leuten wie etwa Calvin Russel oder Dan Stuart, von Außenseitern des alternativen Gitarrenrock. „Summerland' ist seine zweite Solo-CD und sehr viel heiterer, losgelöster und lockerer als ihr Vorgänger. Mit einer gesunden Portion Optimismus und einigen netten Rock-Balladen in der Hinterhand erkundet Graham die Sonnenseite des Lebens. Nun ja, teilweise zumindest. Irgendwo lauert doch immer mal ein Schatten. Das ist aber auch gut so, denn so versinkt „Summerland' nicht im sinnlosen Frohsinn. Musikalisch unterstreicht Graham dies durch eine ausbalancierte Mischung aus Akustischem und Elektrischem, aus Balladen und Rocknummern, Folk- und Love-Songs.

Leider klingt seine Stimme ein wenig zu beliebig, um wirklich nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen. Das liegt wohl daran, daß der Mann mehr Instrumentalist als Sänger ist – was wiederum nahelegt, daß die Live-Umsetzung des Materials eine sichere Sache sein dürfte.



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aus Intro #66 (Juli / August 1999)
 
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