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»Dandelion Seeds«

[K / Cargo / VÖ: 25.08.1998 ]

Text: Autor unbekannt

Was Indie-Fossil Bret Lunsford und Kumpels auf „Dandelion Seeds' an possierlich-naiver Schrammelnostalgie verbreiten, paßt strenggenommen auf keine Kuhhaut. Nur gut, daß der ehemalige Beat-Happening-Schattenmann die letzten zehn Jahre vermutlich in einem Heuschober in Olympia, Washington zugebracht hat, ansonsten wäre uns dieses kultverdächtige Extrakt fundamentalistischen Nerdtums möglicherweise nie zu Ohren gekommen. Im Grunde genommen knüpft Lunsford ziemlich genau da an, wo Beat Happening ihren Betrieb Anfang der Neunziger mit „You Turn Me On' vorübergehend einstellten, läßt Calvin Johnson Calvin Johnson sein und schmeißt nach Jahren des Schmachtens mal wieder all die guten Ingredienzen in den Mix, ohne die „Nevermind' nie stattgefunden hätte.

Jonathan Richman, B-52’s, Cramps, Violent Femmes und Yo La Tengo sind dabei nur einige der klanglichen Assoziationen, die einem zwangsläufig durch den Kopf geistern und in dem hoffentlich beständigen Projekt D+ ihre längst überfällige Renaissance erleben. Let’s hope for the worst.



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