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Wittekind Collective

»Wittekind Collective«

[Bochumer Ton Manufaktur]

Text: Autor unbekannt

Wir hatten es bereits angedeutet: der Ruhrpott entwickelt sich zur Keimzelle deutschstämmiger TripHouse-Elektro-Innovationen. Von der „Bochumer Ton Manufaktur' kamen die „Pottheadz'-Compilations und nun das Wittekind Collective. Das Duo Seidel/Wesenberg, das sich schon mit seinem Album als Righteous Men in die erste Reihe produziert hatte, spricht hier Klartext. War o. g. Werk samt Auskopplung noch ein sehr gut verdauliches Allerlei aus rosigen TripHop-, BigBeat- und House-Klängen, sind hier zum Teil recht dunkle Wolken aufgezogen. „Three For All', „Bad Luck', „I Can’t Breathe' hinterlassen ein ordentliches Maß an Frustration und Trübsinn.

Der subjektiv gefühlte Frequenzgang liegt im Schnitt im unteren Drittel des hörbaren Bereichs; Seidel und Wesenberg haben weniger Wert darauf gelegt, ihre Tracks in einen organischen Bereich zu bringen. Obwohl gerade die schnelleren House-Stücke sowie das D&B-Werk „I’ll Come Crawling' mit seinen soften Vocals sehr erdig dem Groove verhaftet sind, ist der Hang zum Ausleben der Möglichkeiten auf der riesigen elektronischen Spielwiese doch dominanter. Wenn’s aus Maschinen kommt, dann darf’s auch so klingen.



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