BEWERTEN
 

RACHEL'S

»Selenography«

[Quarterstick / EFA]

Text: Autor unbekannt

Das Musikerkollektiv - und hier paßt das Wort - um die Klavierlehrerin Rachel Grimes, den Ex-Rodan Jason Noble und den Orchesterdirigenten Christian Frederickson hat sich fürs neue Opus drei Jahre Zeit gelassen. „Selenography' ist, wie schon die drei vorhergehenden Alben, eine Ansammlung zumeist klassisch anmutender (Hallo Herr Chopin zum Beispiel) Stücke, die erst im Kompendium ihre volle Wirkung entfalten. Das Basistrio hat sich mit sieben weiteren, zumeist klassisch ausgebildeten Musikern an Trompete, Geige, Perkussion etc. ins eigene Studio begeben, um eine wundervolle, überaus ästhetische Platte aufzunehmen. Rachel's funktioniert tatsächlich auf Tonträger und live als eine Art Orchester und schließt den Raum zwischen Postrock und E-Musik, falls ersterer nicht eh in letztere mündet.

Dies sollte aber niemanden abschrecken, denn Bob Weston of Shellac fame, der auf den vorhergehenden Veröffentlichungen des öfteren auch schon selbst zum Baß gegriffen hatte, hat „Selenography' letztlich wie eine Rockplatte technisch umgesetzt und ermöglicht somit eine Öffnung für Interessierte, die aus jedem musikalischen Lager oder deren gegenseitigen Befruchtungen kommen können. „Selenography' repräsentiert den unverkaterten Sonntagmorgen, trotz des mit Mondbeschreibung zu übersetzenden Titels und Mondsichel auf der CD. Die ruhende Sonne der Ausgelassenheit.



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