BEWERTEN
 

MARDI GRAS B.B.

»Alligatorsoup«

[Hazelwood / EFA]

Text: Autor unbekannt

Krokodile im Neckar? Weniger unwahrscheinlich, als man glaubt; kaum schwerer vorstellbar jedenfalls, als daß eine Brass Band New Orleans’scher Prägung und Durchschlagskraft aus Mannheim kommen könnte. Ganz genau das tun die hier aber, und funktionieren dabei ganz prachtvoll! Satt und vorurteilslos nach vorn gepustet, grooven sich die zehn Bläser, zwei Trommler, ein Sänger und Rumbakugelist (plus Gast-DJ auf einer Nummer) durch ein Repertoire aus fünfzehn Nummern aus Eigenkompositionen und wunderbar hanebüchenen Coverversionen („Munster’s Theme', „Apache') zwischen Shuffle, Swing und Rock. Daß so ein Blasorchester, wo auch immer es zuhause ist, per se schonmal ein ziemlich schwerer Klangkörper ist, scheint die Mardi Gras B.B.

nicht zu wissen. Beinahe leichtfüßigkeit etwa mutet an, wie Reverend Krug mit seinem Sousaphone umgeht, einer überdimensionalen Tuba mit überdimensionalem Klangvolumen, in so ‘ner Blaskapelle zuständig für den Baß, hinter deren Mundstück Heinz Schenk Platz hätte. Funky, fett und virtuos. Die Sache kocht, meine Damen und Herren. Farz!



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