BEWERTEN
 

UGLY DUCKLING

»Fresh Mode«

[Pias / Connected / VÖ: 20.04.1999 ]

Text: Autor unbekannt

Der Begriff „fresh' ist so alt wie HipHop selbst. Vielleicht ist er auch noch ein bißchen älter. Auf jeden Fall wurde er seinerzeit vom großen Blastmaster KRS 1 gepachtet, der damit so ziemlich jeden seiner Tracks ausklingen ließ: „Fresh for eighty-eight, you ssuuckerrrrs!' Ugly Duckling (das häßliche Entlein?) aus Kalifornien sind in der Tat frisch. Frisch wie nur was. Beim Hören möchte man sie die ganze Zeit in eine Linie mit den Native Tongues stellen, und das nicht, weil sie die Jungle Brothers auf deren aktueller Tour supporten. Ihr Verständnis von HipHop ist ein eher ähnlich unverkrampftes - flüssig muß der Reim sein und locker der Beat.

Das einzige, was noch fehlt, sind Gänseblümchen auf dem Plattencover oder im Haupthaar. Spätestens beim Lesen der Namen muß einem klar werden, daß es hier vor allem um Freundlichkeit geht. Wie könnten MCs, die Dizzy und Andycat heißen, auch Böses von sich geben? Warum sollte ein DJ Einstein (!) Mist zusammenkratzen? Schon lange habe ich keinen solchen Track mehr wie „Everybody C’Mon' gehört, der mit seinem niedlichen Chorus sogar meiner kleinen Tochter gefallen dürfte. Das spielerische Moment zählt, ohne dabei den Spaßvogel herauszukehren. Schließlich ist HipHop „real', also muß er auch ernsthaft betrieben werden. Das klappt hervorragend; „Fresh Mode' läuft ohne Ausfall durch und paßt mit acht vortrefflichen Tracks locker in jeden Sommerrucksack.



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