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ENEMY MINE

»Enemy Mine«

[K / Cargo / VÖ: 06.04.2007 ]

Text: Autor unbekannt

Was hier so überaus beschaulich mit einem hingetupften Slow-Motion-Walzer beginnt, endet nach sieben Tracks in einem wutschnaubenden Haßcore-Inferno bei Orkanstärke 12. Zwei Bassisten, ein Schlagzeug, jede Menge Krach. Zumindest einen der beiden klotzenden Tieftöner dürfte man schon mal in völlig gegensätzlichem Ambiente erlebt haben, da Zak Sally seinen Viersaiter seit über einem halben Jahrzehnt bevorzugt im Hause Low vibrieren läßt und mit vorliegendem Release sein erstes offizielles Auswärtsspiel bestreitet. Ein solches Übermaß an komprimiertem Nihilismus hätte man dem Mann gar nicht zugetraut, bewegt er sich doch ansonsten in deutlich „entrückteren' Kreisen.

Schön, daß sich ein stilistisch vollkommen konträres Freizeitvehikel wie Enemy Mine somit förmlich als rettendes Ventil aufdrängt, um sich all der angestauten Aggressionen mit einem kurzen, aber heftigen Bolzgewitter zu entledigen. Allemal beeindruckend, das.



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