Michel Petrucciani
»"Solo - Live In Germany"«
[Dreyfus / Edel Contraie / VÖ: 06.05.2002 ]
Text: Autor unbekannt
Die Reihen echter Originale im zeitgenössischen Jazz lichten sich zusehends. Der einst von dem Saxophonisten Charles Lloyd entdeckte und als erster Europäer bei \"Blue Note\" unter Vertrag genommene Petrucciani war ein Pianist mit außergewöhnlich facettenreichem Ausdrucksvermögen. \"Ich spiele, was ich liebe!\" kommentierte er die unüberhörbaren Einflüsse von Gershwin, Bill Evans sowie von klassischen Romantikern wie Ravel und Debussy auf seine Musik. All dies kumulierte der zeitlebens durch die Glasknochenkrankheit gehandicapte und kleinwüchsige Petrucciani in einzigartiger Weise. \"Ich bin eben ein Dieb\", offenbarte er lapidar und ehrlich. \"Ich bin der Meinung, jeder Musiker schreibt nur ein einziges Stück und variiert dieses mit Versatzstücken, die ihm im Laufe seines Lebens begegnen und gefallen.\" Mit wieviel Verve und swingendem Humor er das in seinen Solo-Konzerten umzusetzen vermochte, dokumentiert die gerade erschienene Live-Aufnahme aus der \"Frankfurter Oper\".
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