BEWERTEN
 

Ani DiFranco

»"Up Up Up Up Up Up"«

[Cooking Vinyl / Indigo / VÖ: 22.01.1999 ]

Text: Autor unbekannt

Einfach über \"die neue Platte von Ani DiFranco\" zu sprechen ist genauso verfänglich wie bei der eines jeden anderen Workaholic: unversehens ist die neue keine neue mehr, weil es eben längst eine neue gibt. Kaum, daß man \"Little Plastic Castle\" einmal entstauben und der streitbaren Dame mit dem Unabhängigkeits-Zertifikat so eilig wie unnötig \"Bleib mal so!\" wünschen durfte, wird das just angebrochene Jahr mit dem 12. Album eingeläutet, das auf durchaus erfreuliche Weise an Bewährtem festhält: dem rhythmisch pointierten bissigen Folk, der fingerzehrenden Wildheit, mit der DiFranco sich an den Gitarrensaiten reibt, ihrem markanten Gesang zwischen Intimität und erbarmungsloser Abrechnung, an dessen Ausdruck man unvermeidlich klebenbleibt, der Bestimmtheit, die mit Fug und Recht erwarten läßt, jählings aus den Kissen der Behaglichkeit gescheucht zu werden, und dem Verzicht auf jegliches manierliche Säuseln in ihren leiseren Songs.

Ani DiFranco erzählt ihre Geschichten mit der Stimme genauso wie mit den Fingern auf den Saiten der beredten Akustikgitarre. Eloquent, und mit einer Eindringlichkeit, die Respekt verlangt.



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