BEWERTEN
 

The Creatures

»"Anima Animus"«

[Sioux / RTD / VÖ: 15.02.1999 ]

Text: Autor unbekannt

Bereits 1981 etablierten Siouxsie Sioux und ihr heutiger Mann, der Schlagwerker Budgie, mit der Debüt-EP \"Wild Thing\" ein experimentell angelegtes, Percussion-orientiertes Side-Prokjekt. Obgleich beide über zwei Dekaden maßgeblich die 1995 beendete Bandgeschichte von Sioxsie And The Banshees prägten, gab es in den Achtzigern weitere Alben des The Creatures benannten Ablegers. Die auf \"Feast\" (Mai '83) und insbesondere auf \"Boomerang\" (November '89) eingeleitete Verschmelzung von düsteren Gothic-Wave-Atmosphären, Synthie-Pop-Elementen und uptempo-reichem Drum'n'Voice unter sparsamem Gitarreneinsatz setzt sich auch auf \"Anima Animus\" fort.

Mit Unterstützung des britischen Dance-Labels \"Hydrogen Dukebox\" erschien bereits Ende vergangenen Jahres der 5-Track-Teaser \"Eraser Cut\" als erster Appetizer im Eigenverlag auf \"Sioux Records\". Eingeleitet von der höchst Dance-kompatiblen Dark-Wave-Nummer und Single-Auskopplung \"2nd Floor\", bewegt sich die eindringlich-kraftvolle Stimme von Siouxsie in durchaus zeitgemäßem musikalischen Interieur. Neben durchgängig eingestreuten Industrial-Sounds gibt es mit \"Another Planet\" eine Breakbeat-lastige Nummer im Club-Format sowie eine sentimental anmutende Ballade in typisch Portisheadscher Vocoder-Verfremdung (\"Don't Go To Sleep Without Me\"). Erste Belege einer noch zaghaften, jedoch unüberhörbaren Öffnung der Gothrock-Ikone.



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