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O.S.T.

»"23"«

[Virgin / VÖ: 01.06.2001 ]

Text: Autor unbekannt

Hans-Christian Schmids \"23\", ein neuer deutscher Spielfilm über die Anfangstage der Computer-Hackerei - spielt also Mitte der 80er. Der Soundtrack ist eine Hybride aus Score (= Originalmusik) von Enjott Schneider und Source (= Tracks, die im Hintergrund laufen). Während das beliebige Synthie-Gewaber Schneiders sich eher auf TV-Niveau abspielt, ist die Auswahl der Stücke, die dem Geschehen Authentizität und Atmosphäre verleihen sollen, sehr gelungen. Hier handelt es sich nämlich nicht um eine beliebige Aneinanderreihung damaliger Tracks, ausgewählt wurden solche, die die Protagonisten in jener Zeit auch wirklich gehört haben könnten. So finden sich neben New-Wave-Kuriositäten wie \"Money\" von den Flying Lizards oder \"80s\" von Killing Joke auch Relikte aus den 70s (\"Child In Time\" von Deep Purple) oder aber - die Sache spielt in Berlin - der \"Rauchhaus-Song\" der Anarcho-Combo Ton Steine Scherben.

Als Bonbon gibt's eine Rap-Aktualisierung des Scherben-Klassikers \"Halt Dich An Deiner Liebe Fest\" durch den Freundeskreis. Leider keine besonders gelungene Umsetzung, da die Melodie hier vollkommen flöten geht. Während \"23\" als Soundtrack eine ganz passable Figur macht, ist die Scheibe als purer Tonträger - aufgrund der Vorgehensweise, die nur im Kontext wirklich Sinn macht - eher mit Vorsicht zu genießen.



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