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Half Film

»"East Of Monument"«

[The Rosewood Union]

Text: Autor unbekannt

Bei mir zuhause im Schwäbischen nennt man Leute, die solche Musik hören, \"Loale\". Im Popuniversum, freilich revalvierend, \"Wimps\". Das großartige Debut Half Films zeichnet gerade diese Wimp-typische, bradykinetische Eigenschaft aus. \"East Of Monument\" ist ein Stück wunderbaren, bernsteinfarbenen Slo-Mo-Gebärmutterpops. Herz, Hirn und Hoden des Hörers dürfen in flüssigem, warmen Honig treiben, Richtung East Of Langnese. Reduktion auf Bass, Drums, Guitar, Stimme. Ein Album aus einem Guß, geprägt von einem langsamen, warmen Puls; ein wenig wie Kleinkaninchen streicheln, dabei Bonbons essen und trotzdem dabei traurig sein. Musik, die gebrochene Herzen kittet, nachts von frisch gebornen Fohlen träumen läßt und einen dazu verführt, sanft wie Eugen Drewermann, im Traum Sternenlicht zu Bändern flechten.

Erinnert sich da draußen wer noch an unsere Kindertage, an denen der Schlaf elfenbewachtes, wattenes Hinübergleiten ins neue Morgen war, schleierverhüllte Traum- und Grauzone, Geheimnis und Atem und Puls? Die Nächte - die Erwachsenen haben sie reduziert auf termineingefasste Schlafroutinen. \"East Of Monument\" führt zurück zum Anfang. Ein Album, das Großes leistet. Ganz im Ernst. Und tschulligung für den Pathos.



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