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Suns Of Arqa

»"Meet The Gayan Uttejak Orchestra"«

Text: Autor unbekannt

Reggae meets Indian meets Hungarian Music. Streng klassische Ragastrukturen, osteuropäisch-mystische Klänge und die riddims der Rastafari: eine gewaltig angehäufte Soundmaschine aus dem Umfeld von Michael Wadada und Adrian Sherwood, dem Gründer des \"On-U Sound\"-Labels. Wadada, der eigentliche Schöpfer der Suns Of Arqa, fördert mithilfe seiner Basslinien und der Unterstützung indischer Musiker das Potential des grenzüberschreitenden Ethno-Etiketts zutage. John Cooper Clarke toastet im Titel \"The Sky Shall Vanish\" über einem trockenen, treibenden beat und einem wiederholten Chorgesang, bis alles in ein tranceartige Endlosbewegung mündet und dort aus sich selbst heraus immer wieder neu erfunden wird.

Da kommen Erinnerungen an The Last Poets ans Tageslicht. Die Raga-Einflüsse werden deutlich, die in der Suns Of Arqa-Philosophie eine herausragende Rolle spielen. Das Treffen mit dem Gayan Uttejak Orchestra, geleitet von Laszlo Hortobagyi, kombiniert die europäische, indische und jamaikanische Elemente zu einem neuen, alle Sinne ansprechenden Mix. Vor zwanzig Jahren startete Michael Wadada das Unternehmen Suns Of Arqa. In der wechselvollen Geschichte dieser Soundfabrik wurde eine ganze Reihe von Alben aufgenommen. Die Kollaboration mit dem Gayan Uttejak Orchestra geschieht aus einer übereinstimmenden Auffassung der weltmusikalischen Entwicklung sowie den damit verbundenen Strukturen, die sich im Wege der Globalisierung netzwerkartig verbinden. Suns Of Arqa und Gayan Uttejak Orchestra versperren sich nicht gegen moderne Einflüsse, wie sie jetzt in der Techno- und Elektroszene in Europa anzutreffen sind. Den Kontrast bildet Laszlo Hortobagyi dann mit seiner eigenen Produktionen \"Songs From Hungisthan\", die ein wenig in traditionellere ungarische Volksmusik hineinführt. Außerdem wird die orientalische Musikokkupation deutlich, die seit der türkischen Herrschaft über das Land der Magyaren im Mittelalter deren Kultur in recht großem Ausmaß durcheinander wirbelte. Eine hinduistisch-moslemische Vergangenheit offenbart sich in der orientalischen Tonfarbe, die in den psalmenartigen Gesängen besonders herausragt.



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