DUB DANCE
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Text: Autor unbekannt
Ab sofort, wieder regelmäßig an dieser Stelle und unter dem Begriff Dub Dance (das Dance wohlgemerkt als Variante zum Leftfield, Breakbeat, Trip Hop...) präsentiert das Intro neues und allerneuestes aus dem Genre. Beginnen wollen wir jedoch mit der Best Of-Control für das vergangene Jahr:
(1) Impact All Stars - Dub From Randy's (Blood & Fire / Indigo)
(2) Asian Dub Foundation - Ravi's Revenge (Motor / Poly.)
(3) Rhythm & Sound feat. Tikiman - Showcase (Rhtyhm & Sound / EFA
(4) Bim Sherman - What Happened (Mantra / Connected)
(5) Pre Fade Listening - Way Back Home (Different Drummer / EFA)
(6) Earl 16 - Steppin Out (Downbeat / WEA)
(7) V.A.
(8) The Groove Corporation - Co-Operation Dub (Echo Beach / Indigo)
(9) African Head Charge/Professor Stretch - Drums Of Defiance (On-U Sound / EFA)
(10) Junior Delgado - Fearless (V2 / RTD)
Nun aber \"replay - forward\" und zum allerneuesten, was die Soundsystems in den nächsten Wochen zu bieten haben sollten: Die Frankfurter Posse, tja, wo der Einfluß denn nun auch herkommen mag - vielleicht aus dem Dorian Gray? ... Airport - you know, und Serious Dropout Produktionen haben eine neue Spielwiese gefunden. Elektrolux startet mit der Dub Backups Part One & Two (Elektrolux / Intergroove) und plaziert sich auf Höchstpunktzahl. Doch so geht es. Das der Triggerinput hier den gewünschten Sound kreiert, liegt an u.a. an Kollegen wie DJ Tricky Cris, Aural Float, Futuristic Dub Foundation, The Saafi Bros., Dub Mix Conventionen und Winston D. ! Der Mittel zum Zweck, denn irgendwie nie richtig penetrant: fast schon anteilnahmslos werden die Samen auf das Feld gestreut. Mit Dub In The House würden die Fyler schon den richtigen Punkt setzten und verdienter kann der Abend nicht abgeschlossen werden! Dicht gefolgt von Hi-Fidelity Dub Sessions - Chapter One (Guidance Recordings/EFA). Die Compilation des amerikanischen \"Houselabel\" versammelt Future Roots Riddims. Hier wird von Evolution im Verbinding mit \"urban\" Tanzmusic gesprochen. Leuchten wie Dual Tone, Seven Dub sowie 8 weitere Entdecker temperieren hier lässig geschwungen Bässe mit Beckenbetonung. Da kann der Vorortclub sich über Softdrinkumsätze freuen. Insgesammt vielleicht ein bißchen zu \"LIGHT\", aber auf sowas steht man ja in den Staaten. Dubd\" \"sco - auf dem Cover ohne Selbstlaut \"i\" - ist eine leckere Neuveröffentlichung von Bunny Wailer (RAS/EFA). Der ehemalige Bandkollege von Bob Marley und Peter Tosh hat Discoaufnahmen seiner alten \"Island\"-Veröffentlichungen \"Blackheart Man\" und \"B.W. Sings The Wailers\" aufgetan. Ein rundum gutes Carepaket, das da geboten wird. Ob nun Einsätze von der Skatelites Horn Section oder exzellente Rhythmusarbeit von Sly & Robbie - die Dubs schallen bis an die nächste Bay und hinterlassen ein zufriedenes Lächeln! Ähnlich pur und auf dem Ist-Stand des Schaffens steht die neue \"Alpha & Omega Meest The Disciples\" - The Sacred Art Of Dub. Würdig veröffentlicht auf dem renommierten \"Greensleeves\"-Label (in Deutschland neuerdings bei Polymedia im Vertrieb) kann man trotz allem einem bittersüßlichen Nachgeschmack nicht entkommen. Konsequenter Steppers Beat, der den Philosophen schon mal ins Stolpern bringen kann. Ausfallschritte kommen eben nicht vor und so Bedarf es einiger herberer Getränke, um nicht in Lethargie zu verfallen. Wenn nicht langsam der Aphex Twin Remix für die Kollegen folgt, sehe ich grün für die Zukunft. Aus der alten Schule ist auch Rootsman wieder aktiv gewesen. Diesmal haben gute Freunde dem Meister persönlich die Ehre erwiesen. Auf Third Eye Music / EFA werden Rootsmans von jeher sehr experimentierfreudigen und auf die Szene progressiv wirkenden Produktionen nicht immer in das richtige Licht gesetzt. Von einigen sehr schönen Versuchen wie Grounation oder Irie Hifi mal abgesehen, wirkt es teilweise zu langatmig und verliert sich in Beliebigkeit. Suns Of Arqa hingegen - schon wieder auf dem Tisch. Diesmal traf der reisende Musikethnologe Michael Ward auf seinen musikalischen Gegenpol, das Gayan Uttejak Orchestra (Arka Sound/EFA), in Budapest / Ungarn. Musikalisch liegt das Werk irgendwo zwischen nahem Orient, englischem Großstadtidyll und intellektueller Meditations- und Gesprächsrunde; Poet John Cooper Clarke kommt ebenso zu Wort wie der 88jährige Professor Stanley Unwin. So sind die abschließenden Worte von Michael Wadada zu diesem Album, welche wir auf dem Beipackzettel zur CD finden, doch sehr treffend: \"Es ist der letztendliche Sound, um uns durch die bevorstehenden Veränderungen zu führen, wobei der Sound nicht mehr nur eine Schimäre ist, sondern das Leben selbst.\" Für den Erdkunde- und Religions-Unterricht. Ohne Wertung.
Biko
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aus Intro #61 (Februar 1999)
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