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Cobolt

»"Spirit On Parole"«

[Ampersand / Indigo / VÖ: 01.02.1999 ]

Text: Autor unbekannt

Die lieben Absoluten Beginner singen ja gelegentlich vom \"Tränentattoo\". Schöne Assoziation, das. Leute, die mit derart unangenehmer Gesichtsbemalung geboren sind und die Brüche ihres Herzens schon nicht mehr zählen können und deshalb Karate, die Red House Painters und Codeine manchmal einfach in den Arm nehmen möchten, hätten sicher auch Verständnis für Cobolt. In Schwedens Hardcore-Szene können Männer also sogar seine Gefühle zeigen und denken nicht weiter drüber nach, wie angreifbar sie das macht. Schön. Nachdem schon das Debüt \"Eleven Storey Soul Departure\" u. a. mit der wunderbar umgesetzten Eurythmics-Coverversion \"Here Comes The Rain Again\" allerorten auf Sympathie stieß, ist \"Spirit On Parole\" noch ruhiger und (trotzdem) noch trauriger und noch leidenschaftlicher ausgefallen.

Der zurückhaltende Gesang scheint die ganze Zeit \"das interessiert dich eh nicht, ich will dich damit nicht nerven, ist ja auch meine Sache\" sagen zu wollen, muß dann aber selbstverständlich doch raus - dafür sorgt schon die Stimmung im Raum. Was Gitarren nicht mehr alleine ausdrücken können, wird hier von dynamisch klug eingebetteten Streichern und einem grandiosen Piano übernommen - man kennt und hilft sich eben. Wie gut, daß es Freunde gibt. Die zuhören. Etwas, an das man glauben kann. Das einen nicht enttäuscht. Verliebt:



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