BEWERTEN
 

MARUSHA

»No Hide No Run«

[Low Spirit / BMG / VÖ: 14.04.1998 ]

Text: Autor unbekannt

Nach dem Start des CD-Spielers die angenehme Finger-wieder-aus-den-Ohren-nehmen-Überraschung des Monats: MARUSHA, die ravende Schuhfachverkäuferin aus Nürnberg mit den beknackten grünen Augenbrauen, kann doch mehr als Euro-Trashfloor-Täschno und von SCOOTER gegrüßt werden (\"MARUUUUSHAAAA - änd all sä Räwas in sä Wörrrrld!\"). Naturgemäß liegt der Großraumdisko-Faktor auf \"No Hide No Run\" zwar recht hoch, insgesamt bietet die Dame aber doch einigermaßen konsumierbaren ABFAHRT-Techno für die Maydays dieser Welt. Produziert von RAVER'S NATURE (der Name sagt alles) und veröffentlicht bei \"Low Spirit Recordings\" (DER Name sagt erst recht alles ...), gibt es hier zwar auch viel Autoscooter-Jahrmarkt-Schrott, den die Welt nicht braucht (etwa \"Bewegungsapparat\" mit Grunz-Refrain und '92er-Nerv-Sounds oder \"Electrojack\" mit Loveparade-Trillerpfeifen und Hardtrance-Gewaber), angenehm dagegen werden die Stücke immer dann, wenn Frau MARUSHA dazu singt.

Wie etwa bei der durch dreiste Betitelung an die ganz Großen gemahnenden Hitsingle \"UR Life\": Mit UNDERGROUND RESISTANCE hat das zwar nicht viel zu tun, dafür aber um so mehr mit UNDERWORLD-Rip-off - aber genau darum sind MARUSHAs beschwörende Sprechgesänge denn auch genauso mitreißend wie jene von Carl Hyde bei \"Born Slippy\". Wird wohl seine Freunde finden, dieses dritte Album des \"bekanntesten weiblichen DJs der Welt\" - ertragen kann man's jedenfalls.



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