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THE SILOS

»Heater«

[Normal / Indigo / VÖ: 22.06.1998 ]

Text: Autor unbekannt

Was tun, wenn man mit seinem Latein am Ende ist? Griechisch lernen beispielsweise. So in etwa muß wohl SILOS-Mastermind Walter Salas Humara gedacht haben, als er realisierte, daß er sich so langsam, aber sicher zu wiederholen begann. So scharte er alte Kumpels (u. a. Daren Hess und CHUCK PROPHET) um sich, um seine bewährte Mischung aus grummeligem Gesang, trockenen Gitarren und leicht holprigen Rhythmen irgendwie aufzumotzen. Das Ergebnis erinnert in etwa an die Lösung Joe Henrys: Statt nun hektisch in Elektronik zu machen, besann man sich auf die originären Möglichkeiten im Studio, um damit sowieso vorhandene Qualitäten zu verstärken. Spielereien mit Tempi, verschleppten Rhythmen, komprimierten Sounds, verzerrten Stimmen, vorsichtigen Sample-Effekten und generell mit der geschickten Plazierung von Mikrophonen sind das Ergebnis.

Und wirklich, die Platte klingt hip und modern, ohne es wirklich zu sein. Im Verein mit Humaras solidem Songwriting (u. a. in Kollaboration mit Robert Fisher von der WILLARD GRANT CONSPIRACY) entstand mit diesem Ansatz ein vergleichsweise poppiges Album mit jeder Menge Ecken und Kanten, die SILOS-Fans bei der Stange halten werden. Allein mit ein wenig Distanz und einer neuen Sichtweise läßt sich schon 'ne ganze Menge ausrichten.



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