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»I. GERADE«
Text: Autor unbekannt
Fangen wir ein wenig ruhiger an. Siesta mit BANDULU & SKELETON. \"Nomithule\" (Electric M.E.L.T. / EFA) ist ein dubbiger Schmaus für die Ohren, bei dem die politische Idee der südafrikanischen SKELETON von BANDULU im Stile der FOUNDATION-Serie technisch aufgearbeitet wurde. Zurück auf der Nordhälfte des Erdballs, wird elektronischer Roots-Backlash ganz anders abgefeiert: Elektro und kein Ende. Als da wären völlig unverkrampft MAS 2008, \"Mad In Germany\". Die A-Seite ist mir zwar zu hart am 80s Sound orientiert, aber die beiden B-Seiten-Tracks haben schon den Vibe der Weiterentwicklung, den auch Labelvater DJ DICK NIXON für sich in Anspruch nimmt.
Sein \"Neural Attachement\" ist sogar mit einem Bonus von DJ GODFATHER ausgerüstet, und um gleich im Hause \"Twilight 76\" zu bleiben: DIGITEKs \"Same Make, Same Model, New EP\" macht das Dreierpaket komplett. Der Name spricht Bände, der Fokus liegt aber auf \"New\". Die Breaker-Krone allerdings bekommt Helmut Geier. HELLs \"Suicide Commando\" (Disko B) ist eine der unverfrorensten NO MORE-Adaptionen seit langem. Zurück zum Strobe. CLAUS BACHOR und ROLAND CASPER haben aus der Club-Erfahrung heraus ein Label entworfen und für die Nr. 001 mit THOMAS BARNETTs \"Storyteller EP\" (Psycho Thrill) gleich eine sehr seriöse Besetzung gefunden. Detroit-Grooves aus Köln. Auch wenn es nicht durchweg frisch klingt, der Titeltrack knallt mächtig. Wo Druck herrschen soll, da vergeht inzwischen auch kein Monat mehr ohne CHRIS LIEBING. Da wäre zum einen die exquisite \"Audio 10\" (Fine Audio Recordings), auf deren Flipside sich ANDREW RICHLEY & RYAN RIVERA an ihren 303s vergnügen. Zum anderen die GECKO BROTHERS \"Sordino\" (Energy Industries / Intergroove). In der schon öfters sehr erfolgreichen Zusammenarbeit mit ANDREW WOODEN reduziert sich erneut der Beat auf ein Maximum, wird die Funkiness des Grooves herausdestilliert und mit der B-Seite die immer gern gehörte quietschende Acid-Maschine in den Abgrund gekurbelt. Exzessives, nein, exzessivstes Arbeiten war auch die Grundlage für PSILOCYBINS \"Stereoids\" (Black Series / EFA). Erwartungsgemäß nähern wir uns einem Raum, in dem Licht verboten, jeder positive Gedanke ein Fremdkörper und Untanzbarkeit unter Strafe gestellt ist. OLIVER LIEB und Jörg Henzes Dauertrommeln kommen bedrohlich, der Schritt zum Voodoo ist getan. Hiernach kann selbst in der schwärzesten Nacht nicht mehr viel kommen. \"Tresor\" hat das Schlußwort: SURGEONs \"Balance Remakes\". Die Mixe transportieren Album-Tracks in den Club-Kontext. Der Hypno-Effekt leidet darunter ein wenig, aber die Tanzfläche wird es dankbar annehmen.
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