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JUD

»Chasing California«

[Noise-O-Lution / Indigo / VÖ: 28.08.1998 ]

Text: Autor unbekannt

Ein Loblied auf die Vielfalt, die im Rahmen eines Rockalbums denkbar ist! Da gibt es doch tatsächlich Songs, in denen die Gitarren so weit runtergestimmt sind, daß man förmlich hören kann, wie sie in Minutenabständen um die Tonabnehmer schlackern. Das erinnert bisweilen an SOUNDGARDEN, wobei Energie hier auch ohne Lunge-aus-dem-Hals-und-ab-in-die-obersten-Regionen-Gesang freigesetzt wird. Tiefe ist die Richtung, die dieses Album beschreibt. Unerwartete Geigen-Arrangements füllen jene metertiefen Löcher, die von den besagten Gitarren gegraben wurden. Snaredrum-Schläge liegen manchmal so weit voneinander entfernt, daß man die MELVINS für eine Speed-Metal-Combo halten könnte.

Dann wieder bricht eine Art Inferno los, von dem man Minuten später denkt, es sei womöglich nur der Kontrapunkt zum unvermittelt auftauchenden, verträumten Gesang von Gastsängerin Tina Kruse. Natürlich entbehrt all das nicht einer gehörigen Portion Theatralik, doch wem derlei nicht bitter aufstößt, der kann hier ein interessantes Album entdecken.



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