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FARAFINA

»Nemako«

[intuition / Schott / VÖ: 27.04.1998 ]

Text: Autor unbekannt

Seit zwanzig Jahren bemüht sich die aus Burkina Faso stammende Gruppe FARAFINA, ihre rhythmusbetonten Klänge von den Wurzeln zu den Wipfeln zu transportieren. Da überrascht es dann doch, daß mit \"Nemako\" erst das dritte Album unter eigenem Namen veröffentlicht wurde. Die achtköpfige Formation, die heute ohne ihren Gründer MAHAMA KONATÈ arbeitet, kooperierte mit westlichen Musikern wie JON HASSELL (\"Flash Of The Point\"), den ROLLING STONES (\"Steel Wheels\") und dem japanischen Soundbastler RYUICHI SAKAMOTO (\"Beauty\"). Typisch für die Musik FARAFINAs ist die Folge von Solo- und Chorgesang, neben den verschiedensten Trommeln Hauptbestandteil afrikanischer Rootsmusic.

Das Balafon, ein dem Vibraphon ähnliches Schlaginstrument mit Kürbissen als Resonanzkörper, deren Öffnung mit einer selbstschwingenden Membran bedeckt ist, erzeugt den facettenreichen, einnehmenden Klang. \"Die Bala sprechen lassen\" bewirkt den teilweise trancehaften Gesang, der eine unbekannte Welt erschließt, die jenseits von politischer und gesellschaftlicher Willkür in Afrika den eingemotteten Westler positiv überrascht. Das einfache Leben, die Rituale dieser Einfachheit (Hochzeit, Dorffest, Religion) finden ihren Ausdruck durch eine Musiksprache, die auch die Gruppe FARAFINA in Perfektion beherrscht.



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