LEILA
»Like Weather«
[Rephlex / EFA / VÖ: 02.12.2003 ]
Text: Autor unbekannt
[6 Kommentare]
Mir sagt nur selten eine Platte wirklich etwas. Damit findet man sich ab. Mit \"Like Weather\" muß man sich nicht abfinden. Das ist ganz große Musik, Musik, die Spaß macht, und bei der es auch in jedem Moment um etwas geht: Darum, etwas aufs Spiel zu setzen, sein Leben zu machen, eine Frau zu sein, ein Mann zu sein, aufzupassen, was passiert.
\"Like Weather\" hat, was damals NICOLETTEs von SHUT UP AND DANCE produziertes Debütalbum \"Now Is Early\" hatte. Diese Weisheit und diesen Charme. So eine Abgeklärtheit und eine derartige Euphorie zugleich.
Man kann sich das Ergebnis zusammenzählen: LEILA, Mitte Zwanzig, falls ich mich nicht verrechnet habe, lebt in London und war Live-Keyboarderin und -Tonmischerin bei BJÖRK.
Die Summe hört sich dann manchmal so an, als säße man irgendwo angenehm draußen, sähe zufällig, aber einen bannenden Moment lang, einen mit Musik von MANCINI ausgestatteten Filmausschnitt, und das Quietschen der Schaukel hinten im Garten verdichte sich dazu zu Rhythmus. Im nächsten Moment/Stück ist er ein Breakbeat und später Sanfteres. Brachialität und ein bißchen Gefühl. Für das nicht nur die Frauen zuständig sind, und vor allem nicht nur LEILA. Sie singt nämlich nicht. Es singen ihre Schwester, ihre Freundin Donna Paul und ein Mann namens Luca.
Aufgenommen wurde das Album zu Hause. Weil: \"... weil ich als Kind die Art Mensch war, die sofort aufgehört hat, Klavier zu spielen, wenn jemand ins Zimmer kam.\"
\"Like Weather\" - wenn eine Platte so extrem ist wie das Wetter, warum sie dann nicht so heißen lassen? Also, extrem im Sinne von wild, aber auch von dicht, von atmosphärisch, von jeden Tag zumindest ein bißchen anders, anderes Gefühl zur Welt, andere Stimmung, unterschiedlicher Schwung. Aber immer: Schwung.
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schwester b 09.01.2002 | 09:01:08
dank leila dafür :-)
und da möcht ich mich gleich anschließen - danke der wunderbaren leila für so eine hinreißende platte!!
schwester b 09.01.2002 | 12:14:37
und wie ich grad gesehn hab, eine wirklich passende Kritik von Jochen Bonz! Beschreibt die Platte recht gut.
carty 09.01.2002 | 15:19:55
*g* ein review einer mittlerweilen alten platte. ist ja von 1998. aber leila hat es wirklich verdient das man ihre musik lobt! denn dafür das sie so gute musik macht ist sie eigentlich ziemlich unbekannt. dabei ist sie wirklich sehr genial und noch dazu sehr eigen. auch die stimmen die über ihre tracks singen sind sehr gut gewählt. das verleiht dem ganzen noch zusätzlich etwas besonderes. sehr schön!
hier sollte man aber auch ihr 2000er album- "courtesy of choice" erwähnen. ich würde mal sagen das ist so ziemlich die strangeste cd in meiner sammlung. ziemlich düster und abgedreht. könnte auch ganz gut zu einem horrorfilm passen. nachts hat es dann noch ne spezielle wirkung. wenn auch etwas strange ist es sehr schöne musik! leila hat fast ein eigenes genre erfunden und lässt sich nicht so mit anderen einordnen. hoffentlich gibts bald mal wieder was neues von ihr!
schwester_b 04.03.2002 | 13:50:58
für morus und jebu...
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