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Omnivore

»Feeding Frenzy«

[Hydrogen Dukebox / Public Propaganda]

Text: Autor unbekannt

Labels zeichnen sich häufig dadurch aus, daß sie musikalisch einer bestimmten Richtung folgen, die mehr oder weniger stark den Prozeß der Veröffentlichungen beeinflußt, wobei der meist nachvollziehbar bleibt, auch wenn Änderungen auftreten: Stufe 3 folgt 2, 2 folgt 1. Bei 'Hydrogen Dukebox' liegt das ein wenig anders. Sei es, um der zum Prinzip erhobenen Undurchschaubarkeit Rechnung zu tragen, oder einfach als extreme Ausformung britischen Eigenwillens - ein neues Release bei den Londonern bedeutet auch gleich einen Riesenschritt. Auf 1 folgt 5 oder 3 oder 2; alles ist offen und unkalkulierbar. OMNIVORE wird also vor allem jener zu schätzen wissen, der sich von seinen Erwartungen trennt, so sie nicht ausschließlich die auf etwas Krasses, Komisches, Neues oder Fremdartiges sind.

Sehr seierig startet das Album mit 'Spandex', der 12'-Auskopplung, und gleich bei Track 3 bleibt das erste Phänomen ungeklärt. 'I Will Sing You One' ist so gutgelaunt (und anfangs auch platt) auf naheliegende Hörgewohnheiten hin produziert, daß auch ob der unbedingten Tanzbarkeit eine Parallele zu THE SHAMEN gezogen werden darf. Sowohl im weiteren Verlauf der Tracks als auch des Albums jedoch kommen die tiefsinnigen und durchkonstruierten Sounds zum Zuge. Man könnte 'Feeding Frenzy' damit auch einfach als prima Techno/House-Pop-Platte bezeichnen, nur daß sie wenig populär ist. Dazu ist sie zu abwechslungsreich.



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