BEWERTEN
 

VISION OF DISORDER

»Imprint«

[Roadrunner / IRS / VÖ: 14.07.1998 ]

Text: Autor unbekannt

Brett! Nachdem V.O.D. mich mit ihrem Longplay-Debüt vor zwei Jahren nicht wirklich begeistern konnten, ist \"Imprint\" eine zweihundertproduzentige Steigerung! Das in Long Island beheimatete Quintett frickelt sich hier durch ein dermaßen hohes Aggressionspotential, daß einem als Vergleich nur NoiseCore-Kracher der Marke GUILT, BLOODLET und KISS IT GOODBYE einfallen. Besonders sticht die gesangliche Leistung von Tim Williams hervor - der Knabe wirbelt mit den Stilen nur so um sich und hat heftigste Growls ebenso drauf wie Emo-Kreischgesang und sphärische Melodiepassagen, die man höchstens mit denen eines Burton C. Bell (FEAR FACTORY) vergleichen kann - großes Kompliment! In 19 Tagen entstand \"Imprint\" unter der kundigen Anleitung von Dave Sardy (BARKMARKET), der zwar bereits FAR, HELMET, SLAYER und die CHILI PEPPERS unter seinen Fittichen hatte, hier aber wohl den dichtesten Sound seiner Produzentenkarriere gebastelt hat.

Ohne Gnade prügeln sich VISION OF DISORDER durch elf Songs, die dermaßen viel Gewalt ausstrahlen, daß einem Angst und Bange werden kann. Für mich die Überraschung des Monats und hoffentlich demnächst auf unseren Bühnen unterwegs. Nicht verpassen!



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