BEWERTEN
 

BIM SHERMAN

»What Happened«

[Mantra / Connected / VÖ: 29.06.1998 ]

Text: Autor unbekannt

Der Mann hat Visionen. Und eine Stimme, diesen Gestalt zu verleihen. Zu Recht nennt man ihn \"the man with the golden voice\". Um SHERMANs Alben zu vergolden braucht es keine fünfhunderttausend Verkäufe, das besorgt einzig und allein dieses Organ, das ihm die Worte wie Honig über die Zunge fließen läßt.
Seine neueste goldene Schallplatte ist nicht \"Miracle II\", auch wenn das mit Sicherheit so mancher gehofft hat. \"What Happened\" schließt auch nicht an seine Dancefloor-Ausflüge an, dafür ist es ein weiteres klassisches, wieder voll instrumentiertes, unprätentiöses Wunderwerk von dem Mann, der mit bürgerlichem Namen Jarret Tomlinson heißt, der den Soul im Reggae entdeckt hat und der 1982 - nach diversen Single-Veröffentlichungen auf jamaikanischen Labels wie \"Love & Manzie\" und \"Ever Firm\" Mitte der Siebziger - seinen ersten Longplayer über ADRIAN SHERWOODs damals noch junge Firma \"On U Sound\" veröffentlichte.


\"Across The Red Sea\", lange vergriffen, wurde nun endlich über die \"On U Sound\"-Master-Recordings-Serie zum Midprice wiederveröffentlicht. Dieses Album vereinigt bereits alles, wofür SHERMAN heute noch steht: eine glasklare, reduzierte Produktion, die sich völlig unberührt vom damals in der Dancehall-Szene grassierenden karibischen Happy-happy-joy-joy-Virus zeigte, und diese schwermütige Süße, die BIMs Songs auch auf \"What Happened\" selbst neben einem Klon aus THE CONGOS und MARVIN GAYE bestehen lassen würde. Wer unbedingt einen weiteren Kaufanreiz braucht, möge sich die Liste der beteiligten Musiker im Gehörgang zergehen lassen: Style Scott, Sly Dunbar, Robbie Shakespear, Bobby Ellis ...



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