"Sued(e)palooza"-Tour mit NO FUN AT ALL, REFUSED, LIBERATOR, THE HIVES
»Das Grauen hat ein junges Antlitz«
[23.03. - Osnabrück, Hyde Park]
Text: Autor unbekannt
[5 Kommentare]
Als hehrer Idee, das stilübergreifende Programm des schwedischen Labels "Burning Heart" vorzustellen, wurde "Sued(e)palooza" bereits im Vorfeld der eine oder andere Riegel vorgesetzt. So sollte die Tour eigentlich unter dem Namen "Volvopalooza" durch deutsche Lande ziehen, was einigen hohen Tieren in der Chefetage des schwedischen Lehrergefährts allerdings überhaupt nicht in den kleinbürgerlichen Kram paßte. Da man keine anderen Sorgen hatte, hielt man eine Prozeßandrohung für nötig und erzwang so die Umbenennung der Veranstaltung. Schließlich unterwegs, mußten sich Label und Bands eingestehen, dem größtenteils NO FUN AT ALL-hörigen Publikum wohl doch zuviel zugetraut zu haben, so daß die zwei abwegigsten Bands der Veranstaltung, THE HIVES und REFUSED, auf wenig Gegenliebe, wenn nicht sogar pure Mißachtung stießen.
LIBERATOR dann konnten einen kleinen Achtungserfolg alleine dadurch verbuchen, daß ihre Musik die partykompatibelste des gesamten Abends war. Sich auf den brillant gespielten Ska einer siebenköpfigen Männerrunde in schickem Zwirn einzulassen erfordert nun wirklich nicht viel Aufmerksamkeit - was den Auftritt nicht schlechter macht, verstehen Sie mich richtig!
Absolut ernüchternd dann muß der REFUSED-Set für die Band selbst gewesen sein. Kaum jemand kannte sie, kaum jemand wollte sie, und ihre umwerfend kreative Mischung aus Samples, Live-Energie und kranker Bühnenshow verpuffte wirkungslos in der stickigen Hyde Park-Luft. Perlen vor die Säuglinge! Hätten sie nicht "Rather Be Dead" gespielt, hätte vielleicht nur eine Person (nämlich moi) im Publikum zum Schluß euphorisch Beifall geklatscht. So waren es vielleicht dreißig. Intolerante Poke! Geht doch, wo Ihr wohnt! Aber nein, erst mußte ja noch die selten langweilige Lalala-Punkversion Nr. 3078, NO FUN AT ALL, abgefeiert und vollkommen zu Unrecht über den grünen Klee gelobt werden. Schließlich will man sich nicht umsonst von Mama zum Konzert fahren lassen - einmal zwanzig Minuten auf der Bühne stehen, bevor man springt, muß schon drinsein.
Ich jedenfalls habe ein neues Feindbild: halblange blonde Haare, LAGWAGON-Longsleeve und nachher den selten dummen Satz "Also REFUSED fand ich scheiße - wie die schon aussahen!" auf den schmalen Teenie-Lippen. Bitte, schmeißt mich tot mit "Du hast ja keine Ahnung, Du Oller!"-Leserbriefen!
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senniey 24.05.2001 | 22:09:56
wär ich da damals nur hingegangen hätten wir zu zweit klatschen können. diese ahnungslosen nofunatall fans. jetzt ist es zu spät. hoffentlich ärgern die sich jetzt alle zu tode, dass sie refused damals nicht zu schätzen gewusst haben.
gruß jenny
bisschen spät, aber immerhin
LUKE 25.05.2001 | 01:47:05
war auf der volvopalooza tour (lange her)aber ohne refused. no fun at all haben für satanic surfers gespielt (oh gott das war ein trauerspiel-no fun at all haben ihrem namen alle ehre gemacht!)
mindjive waren aber ziemlich cool (liberator waren auch da)
aber zu guter letzt!- ich hätte (wenn ich was davon gewusst hätte) refused zu schätzen gewusst!
Laudi 25.05.2001 | 17:45:52
ich war da!!! ja, ja, ja!! und ich wusste schon damals refused zu schätzen, war eigentlich nur wegen denen da (haben ein bisschen wenig statements zwischen den liedern abgegeben, aber ansonsten genial wie eh und je)... aber the hives sollte man fast in einem atemzug nennen, geniales charisma der frontmann. und die gibt es auch wenigstens noch (um refused kann man ja auch nicht ewig trauern). so.
getupkid 25.05.2001 | 17:56:35
i wanna see movies of my dream
war auch da. refused, liberator, hives = gut
nffa = laaangweilig.




