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RAINRAVENS

»Diamond Blur«

[Blue Rose / RTD / VÖ: 22.09.1997 ]

Text: Autor unbekannt

Country-Rock ohne Scheuklappen, den präsentiert die texanische Band um Andy van Dyke und Dave Ducharme-Jones auf ihrem zweiten Werk. Im Gegensatz zum akustisch dominierten Erstling setzt die E-Gitarre diesmal aber deutlich stärkere Akzente, wie auch die Uptempo-Nummern die Balladen überwiegen, was wohl ein Resultat ausgiebigsten Tourens zwischen den Rockies und der Ostküste sein dürfte. Zwar bleiben die RAINRAVENS ihrer Orientierung am traditionellen Songwriting treu - auf den alten Wegen zu den alten Clubs war der Mythos von Nashville bisher Agens ihres Schaffens -, doch das Nashville-Idyll scheint mehrfach bewußt durchbrochen: kritische Zwischentöne, eine Hinwendung zur Folk-Szene und Stilvielfalt machen \"Diamond Blur\" zu einer Angelegenheit voller Überraschungen.

So kommt das finale \"One For The Road\" beherzt mit an CRAZY HORSE angelehnten Arrangements daher, die einer wundervollen Melodieführung den passenden Kontrast verleihen, und wirkt als Schlußpunkt (vom Bonustrack abgesehen) fast antithetisch. Gerade solche Spannungen machen die ausnehmend guten Songs noch wirkungsvoller.



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