BEWERTEN
 

THE RIGHTEOUS MEN

»Schwarzes Gold«

[Kiff SM / RTD / VÖ: 20.10.1997 ]

Text: Autor unbekannt

Für Kinder einer Region im Herzen Deutschlands, deren Nennung einen Asthmatiker in Angst und Schrecken sowie die Herzen eines jeden Gewerkschafters in Wallung versetzen dürfte, von Fußballfans ganz zu schweigen, für Kinder des Ruhrpotts also, die den regionalen Stolz mit in die Wiege gelegt bekommen haben, ist \"Schwarzes Gold\" mehr als nur reine Mache, es ist Ergebenheit und Pflichtprogramm zugleich. Briketts, Eierkohlen, Steinkohle, Braunkohle - zwölf Häufchen als Tribut an eine Region unseres Landes, die aktiv wie kaum eine andere die Sounds der Neuzeit erkundet hat. Nach ihrem Debüt auf Felix Da Housecats Chicagoer \"Thee Black\"-Label ackern sich Timo Seidel und Krischan Wesenberg nun krakenähnlich in nahezu alle Territorien vor: fifty Dope, fifty House, hundred per cent Soul.

Allein die 12\"-Auskopplung \"Arms Inside\" ist schon ein potentieller Hit im Bereich der verspielten Slow-Beat-Elektronika. Und derer offenbaren sich via \"Schwarzes Gold\" viele, wenn auch meistens ungleich smoother. Neben Ruß scheint der Pott also auch 'ne Menge Jazz zum Einatmen zu bieten. Melodien zum Mitsingen, Harmonien zum Schwärmen. Ganz doll schön und eingängig und für den Home-Listener ein Muß. Was soll ich noch sagen.



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