BEWERTEN
 

BLACKMAIL

»Blackmail«

[bluNoise / EFA / VÖ: 26.05.2003 ]

Text: Autor unbekannt
[4 Kommentare]

Nicht schlecht, Herr Specht, diese BLACKMAIL um die Gebrüder Ebelhäuser, deren Carlos zuvor bei FRITTEN & BIER tätig war. Doch laßt uns die Katze im Sack, gar so schröcklich kommt es Gott sei Dank nicht. Auch wenn ich mit Blick auf \"bluNoise\" auf Gehacke gehofft hatte, was es aber nun so gar nicht ist. Viel eher stehen BLACKMAIL in der Tradition von so was wie MOTORPSYCHO zu \"Monster\"-Zeiten. Epische Melodienoisebröckchen, oft genug romantisch verzweifelig und manchmal gar nicht so richtig nett, und was noch auffällt: alles sackrisch angeschremmelt, mumpfig verKYUSSte Schrumpfgitarre und ein scheppriges Schleppzeug.

Anfangs dachte ich noch, Aydo Abay am Mikro (vielleicht dem oder jenem von den Kölnern TAGESTRIP ein Begriff) könnte auf Dauer anstrengen, is' aber Quatsch. Vielmehr fasziniert mit der Zeit das Gefühl für das richtige Maß an Gefühl. Sehr cool. Produziert hat Guido Lucas, aber daß es keine Kopfmusik geworden ist, ist sicher. Guter Geschmack, wie man hier sehen kann, zeigt sich halt auch am Cover: zweiundzwanzig gleichblöde Kinder. Hut ab.



Artikel kommentieren
 
  • Mehr Infos

  •  
BLACKMAIL
Alle Artikel von Autor unbekannt
  • Diese User besitzen die Platte

  •  
 
 
  • User: xmera
  • xmera 18.09.2003 | 17:25:38

    Ja, auch Gruppen wie Blackmail sind mal klein angefangen. Anno 1997, als sie ihr selbstbetiteltes Debüt einspielten, galten Aydo, Mario und die Gebrüder Ebelhäuser noch als recht arme Schlucker. Eher bescheiden also die Aufnahmequalität der zwölf Stücke. Doch gerade bei Schrammelsound zeigt sich, ob Musiker wirklich was auf dem Kasten haben. Grungige Uptempo-Nummern wie Some Daze und Extravaganza, die in erster Linie von der sägenden Gitarre leben, lassen bei angemessener Location auf Anhieb sämtliche Bewegungsmuskeln außer Kontrolle geraten. Und wenn sich zwischendrin mal die Melodie in den Vordergrund drängt, schwebt man in Gedanken gleich auf einem anderen Stern. Bis entweder erdrückende Riff-Walzen oder der Verzerrer oder beides zusammen wieder auf den Boden zurückholen. Derartige musikgewordene Laut-Leise-Schizophrenie erklingt vor allem in dem offenbar an Soma von den Pumpkins angelehnten Radiant Carrot und der waghalsigen, knapp neunminütigen Achterbahnfahrt mit Red Rum intus. Apropos Alkohol: Nicht selten klingt Aydos Stimme hier wie nach einer durchzechten Nacht mit null Schlaf und viel Promille. So muss das auch sein, wenn man ein richtiger dirty Rocker sein will.

    Und wo die ganz wilden Zeiten eh vorbei sind und inzwischen der auf absolute Kompaktheit getrimmte, perfekte Rocksong im Vordergrund steht, legt man auch immer wieder gerne mal Blackmails Debüt auf und lauscht dem alten, ungezügelten Auftritt der Barbaren.

    Barbarisch gut:
    When I Start Today | Some Daze | Extravaganza

  • User: lamb
  • lamb 18.09.2003 | 17:45:26
    schreibt
    aha... da isser wieder. *g*

Social Network Login




Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
 
 
  • Nächste Tour-Termine

  •  
 
  • WEITERE PLATTEN

  •  
 
  • ÄHNLICHE PLATTEN

  •  
 
Anzeige
 

Platten in einem Satz

Platten in einem Satz

Neu bei Intro: Plattenkritiken in SMS-Länge! Die besten "Oneliner" gibt's hier.

 
  • THREADS ZU DIESEM ALBUM

  •