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DE-PHAZZ

»Detunized Gravity«

[Mole / Intergroove / VÖ: 03.02.2003 ]

Text: Autor unbekannt

Wie Perlen auf eine kostbare Kette reiht das im letzten Jahr ins Leben gerufene \"Mole\"-Label seine Listening-Kostbarkeiten auf einen Faden. \"Science Fiction Jazz\", \"Breaking The Ice\" hießen die beiden Compilation-Reihen, MANMADEMAN machen ein Album, und nun DE-PHAZZ. Ihr Ohrwurm \"Good Boy\" geht mir schon seit längerem nicht mehr aus dem Gedächtnis, trotzdem ist die Frage berechtigt, wann es denn nun zum Overkill kommt. Listening Pearls, das ist für \"Mole\" nicht nur ein Label, es ist Vision. Schönheit wird akustisch greifbar, aber leider, so ist der Gang der Dinge, folgt irgendwann der Überdruß. Gut und schön, nett und harmonisch, das sind Beschreibungen für einen Zustand der inneren Zufriedenheit, welche nur selten Progression hervorgebracht hat, auch musikalisch.

Läßt man diesen Anspruch auf Weltenerschütterung einfach außen vor, hält man mit \"Detunized Gravity\" ein superjazziges Album voller Cocktail-Club-Untermalung in der Hand. Unter der Regie von Pit Baumgärtner haben diverseste Vokalisten und Musiker ein Album eingespielt, das zu großen Teilen von seinen Dub-Bezügen und auch seinem Ragga/Jungle/Breakbeat-Flair lebt. Kombiniert mit einem grenzüberschreitenden Sampling-und Ideen-Verarbeitungs-Mechanismus, wird dies zum Typ für unerschütterliche Schöngeiste und Gutdenker.



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