BEWERTEN
 

INAURA

»One Million Smiles«

[Music For Nations / Rough Trade]

Text: Autor unbekannt

Da INAURA aus dem Vereinigten Königreich stammen, ist ihr Debütwerk natürlich wieder mal das brillanteste, intelligenteste und innovativste Popalbum der jüngeren Geschichte, und daß der »NME« und »Melody Maker« sich denn auch prompt in begeisternden Sentenzen ergehen, braucht wohl nicht weiter erwähnt zu werden. Schön für die Band - obgleich der britisch inflationäre Umgang mit solcherlei Attributen selbstverständlich immer mehr zum Schmunzeln als zur ernsthaften Auseinandersetzung anregt. Und dennoch: INAURA erweisen sich als emsige Eklektiker des Brit-Pop-Gedankens (welcher sich inzwischen ja komischerweise immer mehr nach Übersee orientiert) und legen mit »One Million Smiles« eine furiose, durch den Sänger irgendwie an EMF erinnernde Mischung aus Glitter-Rock, Gitarren-Pop, New Romantic, U2-Reminiszenzen (»Virus«) und sonstigem Crossover-Rüstzeug vor.

Da kommt das Wortgebilde der Plattenfirma, »eine Art NINE INCH NAILS/DURAN DURAN/Industrial Dance/Eighties-aber-nach-Nineties-klingende-Crossover-Sensation«, gar nicht mal so falsch daher. Obgleich: zur Sensation reicht's dann doch nicht ganz. Dazu fehlt INAURA irgendwie noch ein bißchen die eigene Prägnanz. Aber zu einem klasse Popalbum reicht's allemal. Mein persönlicher Tip.



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