BEWERTEN
 

DAVID HOLMES

»Let's Get Killed«

[Go Beat / Elektromotor / VÖ: 09.10.1997 ]

Text: Autor unbekannt

Seit Jahren gehört der Belfaster zu den Produzenten, an denen man einfach nicht vorbeikommt, auch wenn er wiederum nicht zu den Kollegen zählt, die sich allergrößte Mühe geben, in aller Munde zu sein, und deshalb auf dem Kontinent von einem DJ-Gig zum nächsten hetzen. Daß HOLMES dennoch keine Probleme hat, präsent zu bleiben, beweist wohl nicht zuletzt \"Let's Get Killed\".
Der Mann mit dem Faible für Filmmusik und dem Bezug zur Beat-Generation versteht es perfekt, einmal Gesehenes sofort akustisch umzusetzen. Da HOLMES hierbei eher auf eine allgemein zugängliche Bildersprache denn auf Hieroglyphen für those who know setzt, klingen seine Ergebnisse entsprechend weniger abstrakt und unverständlich als vielfach üblich.

Möglich, daß seine Musik deswegen mitunter nicht sehr clubby wirkt und wohl auch nicht in der Zukunftsliga zu finden sein wird. Macht aber auch nichts, denn gerade dieser äußerst individuell geprägte Kulturcrossover ist es, der die Faszination von \"Let's Get Killed\" ausmacht. Das Album bietet eine große Fusion aus HipHop-Culture-beeinflußten Intros, Spoken Words-Einlagen, Northern Soul und einem ganzen Haufen cooler Samples. Selbst mein Freund Bond kommt zu Ehren. Daß diese Platte dann noch bei \"Go! Beat\", dem Sub von PAUL WELLERs \"Go! Discs\" erscheint, ist wohl auch kein Zufall mehr.



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