BEWERTEN
 

NEW YORK SKA JAZZ ENSEMBLE

»Low Blow«

[Grover Records / VÖ: 27.10.1997 ]

Text: Autor unbekannt

Viel Ska, wenig Jazz. Erstere eine meist monotone Musik, welche gemeinhin die mir persönlich äußerst unangenehme Eigenschaft besitzt, Lebensfreude zu suggerieren, und sich mittlerweile als völlig unnötiges Bindeglied zwischen leidlich-korrektem Juze und Altstadtfest entblödet, gerne mit einigen Takten Punkmusik, wahlweise auch Kuschelrock oder dicken Bohnen veredelt. Die hier werkelnde Altherrenriege aus verdienten Veteranen des Ami-Ska von den TOASTERS, SCOFFLAWS und - massivest respektabel - SKATALITES (notoris causa, die haben sich ja laut eigener Aussage den Offbeat originär draufgeschafft und Vaters Sohn damit schwerst gebeutelt) erfreut den Rezensenten dann aber doch, wenn auch nicht durchgängig, und der rätselt jetzt noch, wieso.

Lösungsansätze: die halten's überwiegend instrumental und nerven nicht mit vokalen Platitüden (dafür, so meine These, scheint der Ska allemal anfälliger als die anderen Kinder,0); wo dann doch mal gesungen wird, kommt es ganz groß, und fertig wär' der Sommerhit '97, wenn das denn mal ordentlich promotet würde: \"Teardrops\" ist ein wunderhübsch-allerliebster Skapopsong! Zwischendurch stellt sich auch Bescheideneres ein, mal Rhythm&Blues, und bei wegelang wird ein wenig gecovert (JOHN COLTRANE, CRUSADERS), das muß der Jazz sein, hört sich nach Standards und nicht des Rezensenten Ding an, für Schlagzeuger wohl auch etwas langweilig. Resümee: ruhig mal reinhören.



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